Datenchronik Adelssitze Berge, Bork und Dahl

 

In der nachfolgenden Datenchronik werden die wichtigsten Ereignisse zu den in Bork gelegenen drei Adelssitzen widergegeben. Vorrangig handelt es sich dabei um Notizen zu den Besitzerwechseln.

1030
Erste Erwähnung des Hauses Dahl (Hermann von Dale) auf dem rechten Lippeufer in der Bauerschaft Altenbork

1174
Erste Erwähnung des adeligen Hauses Bork (Burc): Bischof Hermann zu Münster beurkundet, dass sein Ministeriale Johann von Burc dem Stift Cappenberg ein Gut zu Bork und Abgaben daraus übergeben hat.
Der Stammsitz des Rittergeschlechts von Bork, das wohl im 14. Jahrhundert erloschen ist, lag in der Bauerschaft Altenbork. Die spätere Burg (= befestigtes Haus) soll in der „Pastoratwiese“ (Binnenhove) gelegen haben. Hier befand sich noch im 19. Jahrhundert ein Hügel mit Steinen, die für einen Neubau verwendet wurden.)

um 1300 / vor 1314
Haus Dahl gelangt in den Besitz der Herren von Münster zu Meinhövel.

1329
Das Haus Bork kommt an die Herren von Berge.

1329 September 22
Ritter Albert von dem Berge bekundet, dass sein Sohn Johann von dem Berge dem Johann Malemann die Burg tom Berge, das Haus tom Grunde und zwei Höfe in Netteberge verkauft hat. Diese Güter hatte Ritter Albert vom Bischof von Münster zu Lehen getragen.

1333
Bei einer Güterscheidung behält Hermann von Meinhövel u. a. das Gut Dahl, während sein Sohn Hermann Botzlar erhält.

1338
Johann von Malemann und sein Sohn Albert machen ihre Burg tom Berge dem Bischof von Münster zum Offenhaus, damit dieser das Haus im Kriegsfall als Befestigung nutzen kann.

1340
Hermann von Münster macht sein Haus Dahl (Dael) zum Offenhaus für den Grafen von der Mark.

1359 November 24
Der Knappe Wilhelm von Malemann, Sohn Alberts von Malemann, macht die Burg Berge dem Bischof von Münster zum Offenhaus.

um 1360
Das Haus Bork kommt an die Herren von Malemann, die auch das Haus Berge besitzen.

um 1360
Dietrich von Meinhövel erhält das Gut Dahl, sein Bruder Hermann u. a. die Burg Botzlar.

1372
Zerstörung des Hauses Berge durch Bischof Florenz von Münster wegen Landfriedensbruch des Besitzers.
Malemann hatte dem Bischof und den Domherren zu Münster die Fehde angesagt und dieselben beraubt.

1380
Bischof Potho von Münster belehnt Albert von Malemann auf dem Haus Berge mit dem Haus Bork.

1380
Bischof Potho von Münster belehnt Goswin von Lüdinghausen, Schiegervater des Wilhelm von Malemann, mit dem Haus Berge.

zwischen 1381 und 1392
Die Burg Berge wird unter Bischof Heidenreich von Münster erneut zerstört, weil Malemann dem Bischof durch Landfriedensbruch großen Schaden zugefügt hatte.
Anfang 15. Jahrhundert
Haus Berge gelangt an die Herren von Hert.

1426
Haus Bork kommt an die Herren von Hake-Wulfsberg.

1458
Bertold de Hert ist mit dem Haus tom Berge, mit Zubehör zu Bork und mit seinem Burglehen in Botzlar belehnt.

16. Jahrhundert
Haus Berge gelangt an die Familie von Elverfeldt.

1551
Haus Bork kommt an die Herren von Hake zu Rauschenburg (bis 1770).

um 1600
Haus Berge gelangt durch Heirat in den Besitz der Familie von Meverden.

1634 Mai 16/17
Das Dorf Bork und Haus Berge werden durch kaiserliche Soldaten geplündert und in Brand gesteckt. Das Dach und der Turm der St.-Stephanus-Kirche werden durch den Brand zerstört.

um 1650
Haus Berge gelangt durch Heirat in den Besitz der Familie von Wolf zu Füchteln.

1696
Nach dem Tode des Bernhard Theodor von Münster zu Dahl gelangt Haus Dahl teils durch Ablösung von Schulden, teils durch Entschädigung von ebenfalls erbberechtigten Verwandten an Bernhard Dietrich von der Reck zu Heessen.

nach 1704 / vor 1775
Haus Berge geht in den Besitz der Familie von Blumröther über.

1778
Die Familie von Böselager gelangt in den Besitz des Gutes Dahl.

um 1800
Haus Berge gelangt durch Heirat in den Besitz der Familie Zurmühlen.

Anfang 19. Jahrhundert
Haus Berge gelangt durch Kauf an Graf Johann Ignatz von Landsberg-Velen.

1870
Haus Berge kommt durch Kauf an den Grafen von Landsberg-Velen.

1907 Januar
Verkauf des Hauses Berge von der Familie von Landsberg zu Velen-Gemen an die Bergwerksgesellschaft Hermann mbH

1932
Haus Berge kommt an den Landwirt Jürden.