Jahrgang 2023

„Glück Auf“ beim Heimatverein Bork
Text und Bild eigen, Mai 2023

Am 27. April fuhr der Heimatverein Bork zum Trainingsbergwerk nach Recklinghausen und nahm an einer 3 stündigen Aktivführung teil.
Vorab gab es für die Teilnehmer*innen eine Sicherheitseinweisung zum Verhalten unter TAGE.
Gemeinsam mit dem ehemaligen Bergmann Peter und dem bergbauverrückten Kevin
erlebten die Heimatfreunde*innen die Bergbautradition.
Was ist ein Walzenstreb, ein Flöz, ein Hobelstreb und eine Strecke.
Wie funktioniert ein Senklader, das Grubenfahrrad, ein Schild und die Transportkatze.
Im Trainingsbergwerk Recklinghausen können auch nach Beendigung des deutschen Steinkohlebergbaus interessierte Besucher * innen das Grubengefühl live erleben.
Die Kumpels Peter und Kevin vermittelten „Aktiv“ verschiedene Abbauarten.
Die schneidende Gewinnung mit Walze und die schälende Gewinnung mit Kohlehobel.
Außerdem wurde der Abtransport der Kohle und die Bedeutung der Wetter erläutert.
Zum gemütlichen Ausklang gab es Currywurst und warmen Kartoffelsalat.
Alle Teilnehmer*innen waren begeistert.

Am 1. Mai folgte die traditionelle Maiwanderung zum SGV Heim nach Netteberge.
Wanderführer B. Schomaker führte mit einigen Anekdoten durch Feld und Flur.
Zum leiblichen Wohl lud der SGV mit Musik, Kaffee, Kuchen und Würstchen bei bestem Wetter ein.
Eine gelungene Veranstaltung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Plattdeutsche Messe und Präsentation über 75 Jahre
Text: Bernhard Schomaker, Bild: Lisa Becker, März 2023

Am 12. März feierte der Heimatverein Bork sein Jubiläum anlässlich des 75-jährigen Bestehens. Begonnen wurde der Festakt mit einer „Hilligen Miss in plattdütsker Sproake“ in der Stephanuskirche. Zelebriert wurde die Messe von Pastor Ludger Bügener aus Ochtrup.

Unterstützt wurde der Pastor von Bernhard Schomaker, der bei seinen einleitenden Worten weit mehr als 100 Messbesucher begrüßen konnte.

Nach dem Gottesdienst wurden im Ortskern zwei Bodenplatten, die im Bürgersteig verlegt sind, enthüllt. Sie zeigen Ansichten des Ortes um 1905.

Gegen 12.30 Uhr war der Empfang im Pfarrheim an der Weiherstraße. Hier hatten fleißige Helfer die Tische schön dekoriert und gemäß dem Spruch in der Einladung „Et giw en bietken wat te iärten un auk wat de drinken!“ für Getränke und Fingerfood gesorgt.

Bernhard Schomaker führte durch das Programm und bat nach der Begrüßung aller Gäste die Schirmherrin, Ministerin Ina Scharrenbach, auf die Bühne. Nach ihrer Rede unterhielt der MGV (Männergesangverein) Bork alle Gäste mit drei Liedern. Anschließend gratulierte Bürgermeister Thomas Orlowski dem Heimatverein. Der Vorsitzende der Borker Schützengilde, Heinz-Willi Quante, sprach die Gratulation im Namen der Borker Vereine aus. Danach hatten alle Vorsitzenden und Abgesandten der Vereine und Institutionen die Möglichkeit, der Vorsitzenden, Frau Annette Köppeler, zu gratulieren.

Nachdem der MGV die Anwesenden noch einmal mit weiteren Liedern unterhalten hatte, wurde gemeinsam das Borker Heimatlied gesungen.

Ein weiterer Höhepunkt des Tages war eine Präsentation von Christian Köppeler über 75 Jahre Heimatverein Bork. Der starke und lang anhaltende Applaus zeigte, dass dieser Beitrag die Gäste begeistert hatte.

Zum Abschluss folgte ein Dank an alle Helfer vor und hinter den Kulissen. Bei Kaffee und Kuchen klang der Tag aus. Der Vorstand des Heimatvereins bedankt sich bei allen Gästen und Mitgliedern für die gelungene Veranstaltung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Altes und Neues vereint: Heimatverein legt Borkern Geschichte zu Füßen
Text und Bild: Ruhr Nachrichten – Leonie Freynhofer, März 2023

Das Leben in der Borker Hauptstraße um 1905 ist jetzt durch zwei Bodenplatten im Asphalt verewigt. Das Projekt des Heimatvereins zeigt das Gestern und das Heute.

Die HDI-Versicherung, der alte Schlecker-Laden und die Bäckerei Langhammer prägen einen Teil der Hauptstraße, die einmal durch Bork verläuft. Vor mehr als 120 Jahren sah dieser Weg gänzlich anders aus. Ein Fachwerkhaus, in dem Zeitschriften und Tabakwaren verkauft wurden, eine Färberei und Schneiderei, der Wagenschmied und ein Laden mit Kolonial-, Porzellan, Korb- und Glaserwaren reihten sich damals nebeneinander auf.

Dieser direkte Vergleich von Vergangenheit und Gegenwart ist jetzt vor Ort für alle sichtbar – in Form von zwei Platten, eingelassen in den Asphalt auf dem Bürgersteig. Ein Blick nach unten zeigt die Hauptstraße um 1905 mit Erklärungen zum damaligen Leben, hebt man den Kopf eröffnet sich die moderne und komplett veränderte Welt in Bork.

Als die besonderen Bilder am Sonntag, 12. März, enthüllt wurden, bildete sich fast eine kleine Schlange vor den Platten – jeder, der zuvor den vom Heimatverein organisierten Gottesdienst auf plattdeutsch in der angrenzenden Kirche St. Stephanus verfolgt hatte, wollte diesen Teil der Borker Geschichte sehen.

Heinz-Willi Quante zeigte sich sichtlich erstaunt, dass trotz drei Grad und Nieselregen so viele Menschen gekommen waren. „In Los Angeles gibt es den Walk of Fame, wir haben in Bork bald den Walk of Borker History. Vielleicht fällt uns da aber auch noch ein bessere Name ein“, scherzt Quante. Im besten Fall sollen in Zukunft noch mehr Platten verlegt werden, Bilder von damals hätte man genug.

Die Idee solcher Bodenplatten kommt nicht von ungefähr. Quante hatte ähnliche Exemplare bereits vor gut fünf Jahren im holländischen Winterswijk entdeckt und war sofort angetan, Geschichte so in einem Ort unterzubringen. Zwei Bilder aus dem alten Bork hatte man schnell gefunden, es blieb die Frage der Bezahlung. Hier hat der Heimatverein auf den Heimatcheck der NRW-Landesregierung gesetzt. Dieser unterstützt Projekte, die „nicht viel Geld kosten, aber einen großen Mehrwert für die Allgemeinheit versprechen“.

Die maximale Fördersumme beträgt 2000 Euro – genau der Preis für die zwei Bodenplatten. Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung bewilligte die Förderung, sodass nur noch der passende Zeitpunkt für die Enthüllung gefunden werden musste. „Was hätte da besser gepasst als das 75-jährige Jubiläum des Borker Heimatvereins“, erklärt Heinz-Willi Quante, der Ehrenmitglied im Verein ist.

Die Art des Projektes findet großen Anklang, auch bei Heimatministerin Ina Scharrenbach. „Solche Bodenplatten gefallen mir viel besser als beispielsweise Steelen. Damit können wir die Leute wirklich mitnehmen.“ Für Annette Köppeler, Vorsitzende des Heimatvereins, spielt auch der Blick zurück eine große Rolle. „Zukunft geht nicht ohne Vergangenheit. Daran müssen wir immer wieder erinnert werden.“

An die Enthüllung schlossen sich Sonntag (12.3.) die Feierlichkeiten zum 75-jährigen Jubiläum des Heimatvereins an. Das katholische Pfarrheim war voll besetzt. Viele Vereine waren gekommen, darunter auch die Schützen sowie der Männergesangvereins, gekleidet in seiner typischen Tracht – blaues Hemd, rotes Tuch, schwarze Mütze. An der Masse der Menschen könne man auch die Unterstützung und Verbundenheit im Ort erkennen, findet Köppeler. „Wir in Bork halten zusammen.“

Für Ina Scharrenbach sei das lange Bestehen des Heimatvereins außergewöhnlich. „Das zeigt, wie lebenswert Bork ist.“ Durch den Heimatverein würde zudem die Identifikation mit dem Ort gestärkt. Gleichzeitig habe sich in den vergangenen 75 Jahren das Verständnis von Heimat verändert. Daran schließt sich auch Selms Bürgermeister Thomas Orlowski an.

„Es ist schwieriger geworden, den Begriff zu definieren. Heimat ist heute nicht mehr nur hier vor Ort.“ Umso wichtiger sei die Arbeit des Heimatvereins. Es würden Brauchtümer, wie etwa die plattdeutsche Sprache gepflegt. „In der jetzigen Zeit wird einem deutlicher bewusst, wie wichtig es ist, eine Heimat zu haben. Beziehungen zum lokalen Raum müssen aufgebaut und erhalten bleiben.“ Um die Arbeit des Heimatvereins aufrechtzuhalten, braucht es auch Menschen, die sich immer weiter engagieren und neue Personen für den Verein gewinnen können.

Aktuell zählt man 324 Mitglieder, viele davon gehören eher zur älteren Generation. Doch auch junge Menschen interessieren sich für ihre Heimat und wollen aktiv daran teilhaben. Max Roth ist einer davon. Mit seinen gerade einmal 22 Jahre senkt er deutlich den Altersdurchschnitt des Heimatvereins in Bork.

Doch das macht dem jungen Mann nichts aus. „Ich bin hier aufgewachsen und fühle mich einfach verbunden zum Dorf. Und ich will daran arbeiten, dass Bork weiter so super bleibt.“ Auch der Geschichtsaspekt reizt Roth. Als die Fotos auf den Bodenplatten um 1905 aufgenommen wurden, habe seine Großmutter hier gelebt, erzählt er. Der 22-Jährige will erst einmal in Bork bleiben, von Fluktuation keine Spur. „Hier kommt man eher hin und geht nicht weg“, findet auch Ina Scharrenbach.

 

In Bork wurden zwei besonderen Bodenplatten enthüllt. Sie zeigen das Leben in dem Ort um 1905. Initiator war der Heimatverein um Vorsitzende Annette Köppeler. Ideengeber ist Heinz-Willi Quante gewesen. Ministerin Ina Scharrenbach sorgte mit dem „Heimatcheck“ für die Bezahlung. Foto: Freynhofer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Freie Plätze bei Jahresfahrt des Heimatvereins
Text: eigen, Januar 2023

Auch in diesem Jahr bietet der Heimatverein Bork seine beliebte Jahresfahrt an.
Vom 30. April 2023 bis zum 06. Mai 2023 geht es nach Wilhelmshaven, Sande Niedersachsen in das schöne Hotel Auerhahn.
Der Preis einschließlich Halbpension, Reiseleitung und aller Fahrten vor Ort z.B. nach
(Bad Zwischenahn, Bremerhaven, Cuxhaven-Duhnen, Tossens und Fedderwardersiel, beträgt pro Person

im Doppelzimmer 560,00 €.
im Einzelzimmer 650,00 €.

Interessierte können sich ab sofort mit einer Anzahlung von 170,- € pro Teilnehmer verbindlich anmelden. Die Anzahlung kann nicht erstattet werden.
Auch Nichtmitglieder und reiselustige Personen sind herzlich willkommen.

Die Anzahlung von 170 € kann auf das Konto der Sparkasse a. d. Lippe,
Heimatverein Bork, IBAN: DE 39 44152370 00150021 08, BIC: WELADED1LUN,
Kennwort: Jahresfahrt 2023 erfolgen.

Weitere Auskünfte sind möglich unter Tel. 02592-7937.